Application-Server

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Der Begriff Application-Server ist mehr eine Marketingbezeichnung (Buzzword) als ein einheitliches technisches Konzept. In der Regel wird darunter eine Server-Softwareumgebung verstanden, die zumindest ein Subset der folgenden Punkte abdeckt:
  • es ist ein Anschluss an einen Webserver über CGI, NSAPI oder ISAPI vorhanden,
  • es wird eine Vielzahl an modernen Kommunikationsmöglichkeiten (HTTP, CORBA, RMI, Enterprise Java Beans, DCOM, ...) sowohl in Richtung Client als auch in Richtung Backend beherrscht,
  • es können Datenbanken angesprochen werden (über JDBC, ODBC oder native Treiber),
  • es sind Transaktionssysteme einbindbar (CICS, OTM, ...),
  • es werden verschiedene Präsentationsarten in den Clients unterstützt (HTML, DHTML, XML, Java-Applets, ActiveX, Fat-Clients, ...),
  • es gibt eine Modularisationskonzept für Serverbestandteile,
  • es gibt Konzepte für eine Modularisierung der Serverbestandteile (Enterprise JavaBeans, CORBA, Servlets, ...),
  • es werden Security-, Naming-, Logging- und andere betriebsrelevante Teilsysteme bereitgestellt oder angebunden,
  • es existieren Möglichkeiten, den Server in redundanten und lastverteilenden Konfigurationen zu betreiben, um Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit zu gewährleisten,
  • es wird eine integrierte Entwicklung der Bestandteile unterstützt.

Es existiert eine Vielzahl solcher Systeme, die je nach Herkunft (Web-Enabler für Datenbanken, Transaktionssystem oder verteilte Objektkommunikation) in verschiedenen Teilgebieten ihre Stärken und Schwächen haben. Für die nächsten Jahre wird eine Konzentration des Anbietermarktes auf wenige "global player" erwartet.

Aktuelle Beiträge

Gastkonten im Azure AD verwalten

Gastkonten im Azure AD ließen sich bisher nur recht grob und entweder manuell oder mit Skript­arbeit verwalten. Mit "Cross-tenant access settings" stehen dem Admin nun granularere Möglichkeiten zur Verfügung – über die Graph-API auch automatisiert. Wer das Aufräumen der Gastkonten zudem mithilfe von Access Reviews an die Anwender selbst delegiert, kann weitere wertvolle Zeit sparen.

Zero Trust über Workloads hinweg

Ein Zero-Trust-Ansatz ist am effektivsten, wenn er sich über alle Standorte und Umgebungen erstreckt, in denen Workloads auf verschiedene Anwendungen und Daten zurückgreifen. Aus diesem Grund unterstützt eine zeitgemäße Firewall-Plattform eine Zero-Trust-Architektur erheblich, indem sie die Netzwerksicherheit so nah wie möglich an die Workloads heranbringt. Wie dies gelingt und worauf es ankommt, erklärt Palo Alto Networks.

Maßnahmen gegen Tool-Sprawl und Schatten-IT

In vielen IT-Abteilungen wächst mit jeder neuen Aufgabe auch die Zahl der Tools – bis irgendwann der Überblick verloren geht. Was zunächst als Hilfe gedacht war, wird dann zum Hindernis. Doppelte Arbeit, Sicherheitsrisiken und Missverständnisse sind die Folge. Der Artikel veranschaulicht, wie dieser Toolwildwuchs entsteht, warum er Teams ausbremst und wie ein gemeinsamer, vereinfachter Ansatz die Kontrolle zurückbringt.