Dynamic Frequency Selection

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


dynamische Frequenzwahl

Dynamic Frequency Selection (DFS) ist ein Mechanismus, mit dem ein WLAN einen automatischen Kanalwechsel durchführen kann, falls auf dem verwendeten Kanal ein anderes Gerät sendet. Hierdurch wird die Mitnutzung von Frequenzbereichen möglich, die früher exklusiv für Anwendungsfälle wie militärische Radarsysteme reserviert bleiben mussten. Um solche Systeme zu erkennen, muss der Kanal periodisch abgehöhrt werden. Wird ein fremder Sender erkannt, so wird unverzüglich ein neuer Kanal vom Access Point zufällig gewählt und den anderen WLAN-Teilnehmern mitgeteilt. In einem Ad-hoc-Netz muss eine der teilnehmenden Stationen das Abhören des Kanals und die Organisation des Kanalwechsels übernehmen.

Von der ETSI wird DFS für den Betrieb von WLAN-Geräten im 5-GHz-Frequenzband gefordert. Es wurde erstmalig im 2003 eingeführten IEEE 802.11h-Standard implementiert, wodurch auch in Deutschland der Betrieb von 5-GHz-WLAN-Geräten möglich wurde.

In Deutschland muss DFS auf den Kanälen 52-64 (5.25 - 5.35 GHz) und 100-140 (5.47 - 5.725 GHz) benutzt werden.

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