Steganographie

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Steganographie ist ein Fachgebiet, das sich mit dem unauffälligen Verstecken von Informationen in anderen Daten beschäftigt. Informationen können in digitalen Text-, Bild- und auch Tondaten versteckt werden. Damit die versteckten Daten nicht auffallen, dürfen die "Trägerdaten" nur geringfügig verändert werden. Dabei sollten die versteckten Daten bei einer Übertragung (einschließlich einer möglichen Komprimierung) nicht verfälscht werden.

Die notwendige Unauffälligkeit steganographischer Veränderungen ist auch der Schwachpunkt der Steganographie. Da man z.B. prinzipiell weiß, welche Informationen einer Bilddatei am wenigsten zur Bildinformation beitragen, weiß man auch, wo potentiell Informationen zu verstecken wären. Besteht erst einmal der Verdacht, dass eine Bilddatei versteckte Daten enthält, so sind diese nicht so sicher wie bei der Anwendung moderner Kryptographie-Methoden. Steganographie wird daher heute professionell noch kaum als Alternative zur Kryptographie verwendet. Dafür ist sie noch zu unsicher (was sich bei einer weiteren Verbesserung der Verfahren und der zunehmenden Flut digitaler Trägerdaten ändern kann). Ein wesentlicher Anwendungsfall von Steganographie ist daher eher bei so genannten digitalen Wasserzeichen zu sehen. Digitale Bild- und Tondaten werden unmerklich verändert, um Informationen zur Sicherung von Urheberrechten aufzunehmen. Aber auch in diesem Gebiet sind die heutigen Steganographie-Methoden stark verbesserungswürdig.

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