Bindung

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Unter Bindung (engl. binding) versteht man in der Informatik die Zuweisung einer Aufgabe an eine konkrete Ausführungsinstanz. Dies erfolgt durch die Umwandlung einer logischen Adresse in eine physikalische Adresse unter den Randbedingungen von Schnittstellenvereinbarungen.

Erfolgt eine solche Umsetzung zur Erstellungszeit eines Programms, so spricht man von einer frühen Bindung (early binding). Diese kommt heute fast nur noch beim statischen Linken in älteren Programmiersprachen zum Einsatz.

Von später Bindung ist dagegen die Rede, wenn die Zuweisung erst zur Laufzeit des Programms durchgeführt wird. Wegen der größeren Modularität und Flexibilität setzt sich die späte Bindung mehr und mehr durch.

Beispiele sind u.a.:
  • DLL-Bibliothekskonzepte in allen aktuellen Betriebssystemen,
  • objektorientierte Programmiersprachen,
  • die Namensauflösung in Netzwerken per Directory (z.B. DNS) sowie
  • Komponenten- und Service-Konzepte in verteilten Middleware-Umgebungen (z.B. CORBA, RMI, Webservices)

Aktuelle Beiträge

Gastkonten im Azure AD verwalten

Gastkonten im Azure AD ließen sich bisher nur recht grob und entweder manuell oder mit Skript­arbeit verwalten. Mit "Cross-tenant access settings" stehen dem Admin nun granularere Möglichkeiten zur Verfügung – über die Graph-API auch automatisiert. Wer das Aufräumen der Gastkonten zudem mithilfe von Access Reviews an die Anwender selbst delegiert, kann weitere wertvolle Zeit sparen.

Zero Trust über Workloads hinweg

Ein Zero-Trust-Ansatz ist am effektivsten, wenn er sich über alle Standorte und Umgebungen erstreckt, in denen Workloads auf verschiedene Anwendungen und Daten zurückgreifen. Aus diesem Grund unterstützt eine zeitgemäße Firewall-Plattform eine Zero-Trust-Architektur erheblich, indem sie die Netzwerksicherheit so nah wie möglich an die Workloads heranbringt. Wie dies gelingt und worauf es ankommt, erklärt Palo Alto Networks.

Maßnahmen gegen Tool-Sprawl und Schatten-IT

In vielen IT-Abteilungen wächst mit jeder neuen Aufgabe auch die Zahl der Tools – bis irgendwann der Überblick verloren geht. Was zunächst als Hilfe gedacht war, wird dann zum Hindernis. Doppelte Arbeit, Sicherheitsrisiken und Missverständnisse sind die Folge. Der Artikel veranschaulicht, wie dieser Toolwildwuchs entsteht, warum er Teams ausbremst und wie ein gemeinsamer, vereinfachter Ansatz die Kontrolle zurückbringt.