flow-based weighted fair queueing

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


WFQ ist ein Queueing-Algorithmus, der zur Überlaststeuerung und zum Traffic Shaping in QoS-Lösungen eingesetzt wird und der gegenüber FIFO-Queueing, PQ und CQ verbesserte Eigenschaften besitzt. Mit WFQ wird jeder Art von Verkehr dynamisch eine faire Bandbreite zugeordnet. Beim flussbasierten WFQ müssen dazu keine kundenspezifischen Dienstklassen pro Router-Interface definiert werden. Statt dessen ordnet der Router die Datenpakete zu Conversation Flows, denen er dynamisch gewichtet Bandbreite auf den Ausgangsschnittstellen zuordnet. Die Klassifikation der Pakete zu Flows erfolgt nach Paket-Header-Informationen wie Protokoll, Quell- und Zieladresse, Nummern von Ports und Sockets der Session, Frame Releay DLCI und ToS. Die Wichtung ist:
  • abhängig von bereits vorhandenen QoS-Anforderungen (IP Precendence Bits, RSVP),
  • umgekehrt proportional zur bereits konsumierten Bandbreite,
  • beeinflusst von zusätzlichen Flusssteuerungsmechanismen wie FECN und BECN.

Dabei wird grundsätzlich zwischen Flows mit geringem und Flows mit hohem Bandbreitenbedarf unterschieden. Flows mit geringem Bandbreitenbedarf, die grundsätzlich die Mehrzahl des Verkehrs erzeugen, werden bevorzugt behandelt. Dadurch können besonders interaktive Protokolle wie Telnet zeitgerecht abgewickelt werden. Die restliche Bandbreite wird entsprechend der Wichtung fair unter den Conversations mit hohem Bandbreitenbedarf verteilt. Dabei können auch QoS-Anforderungen über RSVP und Stau-Signalisierungsmechanismen dynamisch berücksichtigt werden.

Aktuelle Beiträge

Gastkonten im Azure AD verwalten

Gastkonten im Azure AD ließen sich bisher nur recht grob und entweder manuell oder mit Skript­arbeit verwalten. Mit "Cross-tenant access settings" stehen dem Admin nun granularere Möglichkeiten zur Verfügung – über die Graph-API auch automatisiert. Wer das Aufräumen der Gastkonten zudem mithilfe von Access Reviews an die Anwender selbst delegiert, kann weitere wertvolle Zeit sparen.

Zero Trust über Workloads hinweg

Ein Zero-Trust-Ansatz ist am effektivsten, wenn er sich über alle Standorte und Umgebungen erstreckt, in denen Workloads auf verschiedene Anwendungen und Daten zurückgreifen. Aus diesem Grund unterstützt eine zeitgemäße Firewall-Plattform eine Zero-Trust-Architektur erheblich, indem sie die Netzwerksicherheit so nah wie möglich an die Workloads heranbringt. Wie dies gelingt und worauf es ankommt, erklärt Palo Alto Networks.

Maßnahmen gegen Tool-Sprawl und Schatten-IT

In vielen IT-Abteilungen wächst mit jeder neuen Aufgabe auch die Zahl der Tools – bis irgendwann der Überblick verloren geht. Was zunächst als Hilfe gedacht war, wird dann zum Hindernis. Doppelte Arbeit, Sicherheitsrisiken und Missverständnisse sind die Folge. Der Artikel veranschaulicht, wie dieser Toolwildwuchs entsteht, warum er Teams ausbremst und wie ein gemeinsamer, vereinfachter Ansatz die Kontrolle zurückbringt.