Pinning

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Beim Aufbau einer SSL/TLS-Verbindung wird die Vertrauenswürdigkeit des Servers anhand von digitalen Zertifikaten geprüft, die von CAs ausgestellt worden sind, denen der Client vertraut. Die Zertifikate der CAs, denen der Browser vertraut, sind fest im Browser hinterlegt (hierarchy of trust). Kann der Server kein passendes Zertifikat vorweisen, wird keine SSL-Verbindung zugelassen. Die Sicherheit von SSL/TLS-Verschlüsselung hängt also maßgeblich von der Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit der CAs ab. Wird eine CA kompromitiert, so kann das ganze Verschlüsselungssystem unterlaufen werden, indem Server mit gefäschten Zertifikaten aufgesetzt werden oder gar SSL-Gateways unbemerkt für Man-in-the-Middle-Attacken dem Client untergeschoben werden.

Mit Pinning, werden im Client zusätzliche Plausibilisierungs- und Sicherheitsregeln in Whitelists hinterlegt. Die Whitelist ordnen einem Hostname explizit einen oder mehrere öffentliche Schlüssel (Public Key Pinning), Zertifikate (Certificate Pinning) oder CAs (CA Pinning) zu und werden vom Client beim Aufbau überprüft. Außerdem können SSL/TLS-Parameter festgelegt werden, um schwache Verschlüsselungsverfahren zu vermeiden.

Siehe auch:
HPKP
HSTS

Aktuelle Beiträge

Gastkonten im Azure AD verwalten

Gastkonten im Azure AD ließen sich bisher nur recht grob und entweder manuell oder mit Skript­arbeit verwalten. Mit "Cross-tenant access settings" stehen dem Admin nun granularere Möglichkeiten zur Verfügung – über die Graph-API auch automatisiert. Wer das Aufräumen der Gastkonten zudem mithilfe von Access Reviews an die Anwender selbst delegiert, kann weitere wertvolle Zeit sparen.

Zero Trust über Workloads hinweg

Ein Zero-Trust-Ansatz ist am effektivsten, wenn er sich über alle Standorte und Umgebungen erstreckt, in denen Workloads auf verschiedene Anwendungen und Daten zurückgreifen. Aus diesem Grund unterstützt eine zeitgemäße Firewall-Plattform eine Zero-Trust-Architektur erheblich, indem sie die Netzwerksicherheit so nah wie möglich an die Workloads heranbringt. Wie dies gelingt und worauf es ankommt, erklärt Palo Alto Networks.

Maßnahmen gegen Tool-Sprawl und Schatten-IT

In vielen IT-Abteilungen wächst mit jeder neuen Aufgabe auch die Zahl der Tools – bis irgendwann der Überblick verloren geht. Was zunächst als Hilfe gedacht war, wird dann zum Hindernis. Doppelte Arbeit, Sicherheitsrisiken und Missverständnisse sind die Folge. Der Artikel veranschaulicht, wie dieser Toolwildwuchs entsteht, warum er Teams ausbremst und wie ein gemeinsamer, vereinfachter Ansatz die Kontrolle zurückbringt.