Microservice

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Microservices sind ein Architekturmuster zur Erstellung von Software, bei dem komplexe Anwendungen aus zahlreichen, kleinen, unabhängigen Prozessen erstellt wird, die untereinander mit sprachunabhängigen Programmierschnittstellen (APIs) kommunizieren. Die Dienste sind weitgehend entkoppelt, erledigen je eine kleine, übersichtliche Aufgabe. So ermöglichen sie einen modularen Aufbau von Anwendungssoftware, die sich gut skalieren lässt. Aufgrund der Skalierungsfähigkeit sind Microservices bei Superscalern wie Google, Amazon und Netflix sehr verbreitet, welche auf HTTP und REST-basierende Services benutzen.

Solche Microservices benötigen sehr viele Infrastrukturdienste, welche selbst wiederum eigenständig implementiert sind. Zentrale Routingdienste kümmern sich um die Zuordnung von URLs zu Instanzen von Diensten und übernehmen als Load-Balancer die Lastverteilung von HTTP-Requests. Bei Überlast können Autoscaler neue Dienstinstanzen starten und bei Unterauslastung auch wieder stoppen. Statische Inhalte werden mittels eines Content Delivery Network ausgeliefert. Weitere Dienste übernehmen Anwendungs- und Service-Monitoring, Logging, Operations-Datenbanken, Konfigurationsmanagement, Verschlüsselung, Authentifizierung und Autorisierung, Softwareverteilung u.v.a.m. Optimaler Weise sollten Microservices auch eigene Dienste für die Datenpersistierung benutzen. Das reicht von einfachen Caches über NoSQL- bis relationale Datenbanken.

Allerdings haben Microservices nicht nur Vorteile. Die gute Skalierbarkeit wird durch einen sehr hohen Overhead durch die Netzwerkumsetzung erkauft. Die vielen Services erschweren es im Betrieb den Überblick zu behalten und sind durch ihre Komplexität fehleranfällig.

Aktuelle Beiträge

Gastkonten im Azure AD verwalten

Gastkonten im Azure AD ließen sich bisher nur recht grob und entweder manuell oder mit Skript­arbeit verwalten. Mit "Cross-tenant access settings" stehen dem Admin nun granularere Möglichkeiten zur Verfügung – über die Graph-API auch automatisiert. Wer das Aufräumen der Gastkonten zudem mithilfe von Access Reviews an die Anwender selbst delegiert, kann weitere wertvolle Zeit sparen.

Zero Trust über Workloads hinweg

Ein Zero-Trust-Ansatz ist am effektivsten, wenn er sich über alle Standorte und Umgebungen erstreckt, in denen Workloads auf verschiedene Anwendungen und Daten zurückgreifen. Aus diesem Grund unterstützt eine zeitgemäße Firewall-Plattform eine Zero-Trust-Architektur erheblich, indem sie die Netzwerksicherheit so nah wie möglich an die Workloads heranbringt. Wie dies gelingt und worauf es ankommt, erklärt Palo Alto Networks.

Maßnahmen gegen Tool-Sprawl und Schatten-IT

In vielen IT-Abteilungen wächst mit jeder neuen Aufgabe auch die Zahl der Tools – bis irgendwann der Überblick verloren geht. Was zunächst als Hilfe gedacht war, wird dann zum Hindernis. Doppelte Arbeit, Sicherheitsrisiken und Missverständnisse sind die Folge. Der Artikel veranschaulicht, wie dieser Toolwildwuchs entsteht, warum er Teams ausbremst und wie ein gemeinsamer, vereinfachter Ansatz die Kontrolle zurückbringt.